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da wirds mir schon angst

Wenn ich dran denke, wenn einer von uns nicht mehr da ist ... dann ist der andere ganz allein ... keine Kinder vorhanden ... keine Familie mehr da ... niemand, der sich kümmern könnte ... und finanziell wäre es nicht möglich, in eine betreute Seniorenresidenz zu ziehen ... da wirds mir schon Angst um denjenigen, der zurück bleibt.

Engelbert 26.09.2026, 21.12

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Kommentare zu diesem Beitrag

12. von Stella

Ihr habt ja ein Haus, da könnte ja auch einer allein drin leben, oder man verkauft das Haus und zieht in betreutes Wohnen, solange man noch fit ist. Das kann man vorher zu zweit machen, so ein Haus ist ja eine Altervorsorge.

vom 01.10.2026, 20.08
11. von Klara

Deine Angst davor kann ich gut nachvollziehen. Es ist schon ein wesentlicher Unterschied ob man Kinder und Verwandtschaft hat, auch wenn diese fernab leben, oder ob man ohne jegliche Verwandtschaft ist. Sich darüber Gedanken machen und gemeinsam über das „Was wenn?“ sprechen, kann erfahrungsgemäß mitunter hilfreicher sein als es zu verdrängen. Ich hoffe sehr für dich/euch, dass ihr noch viele gute gemeinsame Jahre miteinander habt.

vom 28.09.2026, 19.29
10. von Osti

Ich habe das erst heute gelesen. Ich kann dich da gut verstehen, mir geht es ähnlich, obwohl ich schon alle möglichen Formulare ausgefüllt aber für den Ernstfall. Mein Patenkind weiß Bescheid, lebt aber leider ein paar Hundert Kilometer entfernt. Allerdings lasse ich mich zurzeit einfach nicht von der Angst leiten. Ich bin alleine, habe keinen Partner, keine Kinder und stehe dann irgendwann wirklich alleine da. Wichtig ist m.E. sich ein Umfeld zu schaffen von Menschen, auf die man sich im Ernstfall verlassen kann. Wenn man z.B. schnell ins KH muss - wer packt den Koffer, wer versorgt die Wohnung usw. Dafür muss man offen sein und Vertrauen zu anderen Menschen aufbauen. Das ist nicht immer einfach. Eine liebe Freundin, die auch eine Wohnung im selben Mietshaus bewohnte, ist plötzlich an Krebs erkrankt und mittlerweile auch gestorben. Es dauert dann auch einige Zeit, wieder Jemanden zu finden. Man kann aber nicht alles voraussehen. Vielleicht geht es ganz schnell und man hat sich für eventuelle Fälle viel zu viel Sorgen gemacht. Deshalb ist es immer besser, sich das heutige Leben so rund zu gestalten, dass man zufrieden ist und sich so viele Sachen und Träume noch erfüllt wie irgend möglich. Dafür wünsche ich Euch Beiden viel Spaß.

vom 28.09.2026, 15.41
9. von Gerlinde aus Sachsen

Ja, lieber Engelbert, das ist ein Thema, das uns wohl alle bewegt. Aber wir können nicht in die Zukunft sehen. Wenn ich an unsre Familie denke - da ist so Vieles oft ganz anders gekommen, als es die Familienangehörigen (vor-)gedacht haben.
Ich habe keine "besseren" Vorschläge als alle, die bereits geantwortet haben. Und ich stelle fest, dass ich für mich manches mit 60+ noch ganz anders gesehen habe als jetzt mit 70+! Wenn ich an unsre Oma denke, die inzwischen 91 Jahre alt ist, dann weiß ich, dass sie sich auch manches anders ausgedacht hat. Jeden Tag neu "Danke" sagen für das, was geht - jeden Tag sich daran freuen, wenn man nicht allein ist - und die Freude darüber mit dem Partner teilen. Das nimmt vielleicht nicht die "ab und zu Sorgen", aber das hilft, das hier und jetzt zu genießen.
Wer so oft anderen Menschen Freude bereitet und stets helfend zur Hand ist, wie wir es von euch kennen, der wird gewiß nicht vergessen werden. Und mag man von deutscher Politik halten was man will: es gibt gute Unterstützung und Betreuungsmöglichkeiten in unserem Land für alle, die das annehmen wollen.

Alles Liebe wünsche ich Euch beiden und zur rechten Zeit gute Freunde.


vom 27.09.2026, 22.08
8. von Lieserl

Hallo Engelbert, ich kann deine Angst schon verstehen. Aber mein Leitspruch lautet
"Der Angst keinen Raum geben"
irgendwie geht es immer weiter.
Mein Mann und ich hatten schon lange knappe Täler, wo wir nicht wussten wie es ohne den anderen weiter gehen würde. Aber es geht weiter, weil es muss.
Ihr beide habt ein Haus. Wenn einer stirbt und der andere nicht allein bleiben will kann man immer noch verkaufen und von dem Geld ein Zimmer im betreuten Wohnen beziehen.
Aber ihr seid ja beide noch nicht im Greisenalter, da würde ich mir noch gar keine konkreten Gedanken machen.

vom 27.09.2026, 16.37
7. von Ingrid S.

Ja, Engelbet mir geht es immer öfters so mit meinen Gedanken und wünsche mir, das wir genug Zeit noch haben, um unsere einzige Tochter
noch länger begleiten zu können.
Wir haben ein sehr inniges Verhältnis,
auch ich mit meinem Mann, wir sind jetzt 53 Jahre verheiratet, wir sind seelenverwandte.
Darum wäre natürlich schön, zusammen gehen zu können.
Wir wollen alle Zwei keine Pflegefälle werden, darum Sterbehilfe wäre gut, zusammen gehen können, auch evtl. für eine Tochter das Elend den bbau nicht anzusehen müssen???
Alter ist gut wenn einigermassen gesund und man bei Verstand ist.
Nu es liegt halt nicht in unserer Hand, man macht sie halt Gedanken, mein Mann wird im Dez. 77 J. und ich im Okober bekomme die 7
aufgedrückt, weg von der 6er Zahl.
Maßband wird kürzer.
Doch jetzt weit weg von dem Frust und Angst, wir leben noch, darum im Jetzt und Heute gell, Engelbert.

vom 27.09.2026, 08.50
6. von Viola

Hmm, die Ängste von Vielen. Wir haben Kinder und Enkel. Die meines Mannes lassen sich nicht blicken seit nunmehr 10 Jahren.
Meine Tochter mit Familie lebt hier bei uns in der Nähe und wir haben guten Kontakt. Aber sollte ich mal allein sein, möchte ich keine Last sein. Wir sprechen ganz oft darüber, ich würde als Hinterbliebene mir eine winzige Wohnung nehmen, so ich das kann. Ich möchte so viel wie möglich allein schaffen und es muss reichen, wenn zweimal die Woche jemand nach mir schaut. Sollte ich nicht mehr können, gehe ich ins Seniorenheim. Ich muss, wie MaLu schon schreibt, nicht reich dafür sein. Hab 46 Jahre dem Staat gegeben, dann muss der Staat mir geben. Ich habe meine Tochter gebeten, wenn es so kommt, dann muss sie auch mindestens ein, zweimal die Woche nachschauen kommen, ob die mich da gut behandeln. Am Besten an wechselnden Tagen, denn wenn die dort genau wissen, wann Besuch kommt, dann richten sie sich darauf ein.
Ich weiss natürlich nicht, ob das so ist, aber ich bin halt latent misstrauisch.
Für mein Mann gilt Gleiches, wir haben das auch Alles schon schriftlich und vom Notar beglaubigt oder wie das heisst. Testament und Vorsorgevollmacht hat mir schon geholfen, um mich selbst mit verschiedenen Dingen zu befassen. Es waren auch gute Gespräche beim Notar und Denkanstöße für uns als Familie.

vom 27.09.2026, 08.39
5. von ReginaE

Genau wie MaLu und Brigida schreiben kann es sein. Jedenfalls so gut wie es meine Mutter hatte, wird es bei mir nicht ablaufen.
Ich bin schon seit Jahren alleine und damit kann ich mich anpassen. Eine Krankheit mit langer Pflegebedürftigkeit kann ich mir nicht erlauben. Doch ausschließen kann ich nicht.

Darüber mir jetzt mit 76 Jahren Gedanken zu machen, ist verlorene Zeit und engt meinen Horizont erheblich ein.

vom 27.09.2026, 08.34
4. von Schnecke

Dem Kommentar von MaLu ist nichts hinzuzufügen.

vom 27.09.2026, 07.35
3. von Brigida

Ja, Malu hat alles geschrieben! Ich bin auch alleine, seit 2008! Der Weg geht vorwärts und es gibt genug. Ich würde entweder verkaufen und in ein Betreutes Wohnen ziehen, oder erstmal die Zweit-Wohnung vermieten. Auto ist vorhanden und kann gefahren werden bis zur Erblindung. (Da muss man in der Schweiz ab 70 glaube ich, jedes Jahr zur ärztlichen Fähigkeitskontrolle) Und immer schön in Bewegung bleiben.... Die Wege sind vielfältig... viel Glück!

vom 27.09.2026, 07.04
2. von MaLu


Auch wenn man Kinder hat, heißt das nicht, dass man im Alter versorgt ist. Heutzutage leben die Kinder oft so weit weg, dass sie gar keine Möglichkeit haben sich zu kümmern.
Dass einer von euch zurück bleibt ist wohl nicht zu ändern. Ihr habe keine Nachkommen, da kann derjenige der zurück bleibt das Haus verkaufen und in eine Senioreneinrichtung gehen. Da ihr keine Erben habt, würde der Staat erben, dafür braucht ihr nicht zu sparen. Außerdem ist es bei uns ja so geregelt, dass für Pflegebedürftige das Sozialamt für den Eigenanteil aufkommt, wenn kein Geld mehr vorhanden ist. Man hat dann halt nur noch ein Taschengeld.
Ein anderes Thema wäre eher die Einsamkeit. Da kann ich jetzt leider auch nichts dazu sagen. So lange man noch raus kann, gibt es vielleicht Möglichkeiten wo man hin kann. Außerdem steht dann ja eine Wohnung leer, die man vermieten kann, vielleicht findet man einen netten Menschen.
Auf jeden Fall würde ich mir die Zukunft nicht so dunkel malen. Es kommt wie es kommt. ändern kannst du nichts.
Also lebe jetzt, genieße die Zeit und lass dir dein Leben nicht durch trübe Gedanken überschatten. Vielleicht kommt alles anders, als du dir jetzt vorstellen kannst.


vom 27.09.2026, 05.00
1. von Sonja

Lieber Engelbert,
Das betrifft und trifft mitten ins Herz!

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